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Sonntag, 1. Juli 2018

#79 Westcoast

.. nachdem wir eine wunderschöne Woche auf Hawaii verbracht haben, ging es weiter nach San Francisco. Dort am Flughafen angekommen haben wir auf Julias Freundin aus Deutschland gewartet, die den Rest des Reisemonats mit uns verbracht hat. Leider hatte ihr Flug eine kleine Verspätung, sodass wir vom Tag an sich nicht mehr wirklich was hatten. Wir haben uns dann nur noch bei Chipotle was zu essen geholt, haben im Hotel eingecheckt, unsere Wäsche gewaschen (Thanks an die beschissene Waschmaschine, die die Hälfte unsere Klamotten zerstört hat) und sind dann auch relativ früh schlafen gegangen, damit wir den nächsten Tag zum Sightseeing gut ausnutzen können. 

Da wir am an unserem letzten Tag in San Fran die Au Pair Adventures Tour anfangen wollten, haben wir dort angerufen um zu erfahren, was von der Tour an Sehenswürdigkeiten abgedeckt ist, damit wir nicht an beiden Tagen das gleiche sehen. Der Typi am Telefon war auch echt hilfreich und seinen Aussagen nach haben wir dann das erledigt, was er nicht gesagt hatte. Wir sind also über die Golden Gate Bridge gelaufen zum Battery Spencer, zum Hippie Tree, zur Lombard Street und waren bei den Twin Peaks. Der Tag war super super windig und an schöne Fotos war eher weniger zu denken, aber wir haben trotzdem das beste draus gemacht und haben viel von San Francisco sehen können :-).
Am nächsten Tag ging dann die Tour los. Wir haben echt einen sau coolen Tourguide bekommen und auch die Gruppe an sich war für jeden Spaß zu haben. Wir sind dann den Vormittag durch San Francisco gefahren und haben zum Lunch 2 Stunden am Pier 39 und der Fischermans Warf verbracht. Nachdem haben wir uns Richtung Yosemite Nationalpark gemacht, wo wir gegen Abend an unserem Zeltplatz angekommen sind. Auch wenn ich wirklich gegen das Zelten angesehen habe, kann es ganz schön lustig sein, nach dem essen hatten wir alle gemeinsam rumgesessen, Musik gehört, n Bierchen getrunken und einfach ein bisschen gefeiert.
Den nächsten Tag ging es dann in den Nationalpark selbst, wo wir mit der ganzen Gruppe zu einem Wasserfall gewandert sind. Es war super warm, was das ganze ziemlich anstrengend gemacht hat. Am Wasserfall selbst gab es dann neAbkühlung, da er ziemlich gespritzt hat. Das war allerdings echt angenehm. Nachdem wir uns dort ein bisschen abgekühlt hatten, haben wir uns auf den Weg zurück gemacht und ca. bei der Hälfte des Weges auf einem Felsen einen Stop gemacht und zu mittag gegessen. Besuch haben wir dabei von ein paar Eichhörnchen bekommen. Wir waren dann bevor wir zu unserem nächsten Campingplatz gefahren sind an einem kleinen See schwimmen.
Tag 3 der Tour führte uns über den Death Valley Nationalpark nach LAS VEGAS. Ich wusste, dass Death Valley heiß werden würde, aber mit 50 Grad hatte ich nicht gerechnet. Wir sind zu dann dort zu 3 verschiedenen Plätzen gefahren, jeweils für ein paar Minuten ausgestiegen und schnell wieder zurück ins Auto. Viel länger als 10-15 Minuten hält man es in der Hitze echt nicht aus. In Las Vegas selbst wurde es leider nicht besser, auch da waren es an die 42 Grad. Wir haben dann ein wenig im Hotelzimmer vorgetrunken, bevor es auf eine Discobus Tour ging. Während der Tour haben wir an verschiedenen Sehenswürdigkeiten Stopps gemacht. So konnten wir einiges von der Stadt sehen und trotzdem zwischen den Stationen feiern. Das war definitiv einer der coolsten Sachen, die ich gemacht hab! :-) Angehalten haben wir neben dem Sign, beim Bellagio und der berüchtigten Kirche. Leider war zum Zeitpunkt grad keine Hochzeit, die wir uns hätten ansehen können. Zum Schluss hatte unser Tourguide noch ein Strip hingelegt. Ich sag ja, der war echt cool drauf und mit dem konnte man eine menge Spaß haben. Nach der Bustour sind viele von der Gruppe von Feiern gewesen, Julia, Isabel und ich haben nur noch was gegessen und das Nachtleben Las Vegas' angesehen.
Den nächste Tag haben wir auch noch komplett in Las Vegas gehabt. Der Tag stand uns zur freien verfügung. Wir haben dann auch erstmal ziemlich lange geschlafen und uns anschließend an den Strip zum Frühstücken begeben. Es war allerdings vieeeeeeeeel zu warm um großartig dort rumzulaufen. Also haben wir uns nach dem Frühstück ins Ceasar Palace begeben wo wir fast 2 Stunden verbracht haben. Das Hotel ist einfach riesen groß und als wir wieder raus waren meine Isabel nur 'achja wir sind ja immer noch in dem Hotel'. Man hat wirklich gar nicht gemerkt, das man sich die ganze Zeit in einem Hotel befunden hat. Mit einem Uber sind wir dann nochmal kurz zum Las Vegas Sign gefahren und dann fix wieder zum Hotel wo Isabel und ich den restlichen Abend am Pool verbracht haben. Ich war auch echt fertig von den Zelttagen, da man da nicht wirklich gut schlafen konnte. 
Früh ging es dann am nächsten Tag weiter Richtung Grand Canyon. Dort haben wir auch den ganzen Tag verbracht. Und später mit Pizza den Sonnenuntergang bewundert. Der Grand Canyon ist wirklich schön und angsteinflößend. Ich hatte echt angst, da irgendwo runter zu fallen, denn teilweise ging es ziemlich tief runter. Ich hätte gerne noch den Antelope Canyon gesehen, aber der war leider nicht Bestandteil unsere Tour. Allerdings habe ich auch so genug von der Westküste gesehen. beschweren kann ich mich auf keinen Fall. Abends haben wir dann wieder gezeltet. Dies war auch die erste Nacht, die wir tatsächlich mit Zelt geschlafen haben, weil es nachts echt kalt geworden ist. Die anderen Nächte haben wir immer unter freiem Himmel verbracht, war auch irgendwie ziemlich cool war.
So langsam ging der Trip seinem Ende entgegen. Über die Route 66 mit einem Stopp in Williams sind wir zum Lake Havasu gefahren, wo ich das erste mal Stand Up Paddleboarding war. Das war echt sau cool und gar nicht so schwer, wie ich dachte.Wir haben dann den ganzen Abend an dem See gechillt und auch dort unsere Matten aufgestellt. Es waren die ganze Nacht um die 35 Grad mit viel Wind, was das Schlafen nicht gerade angenehm gemacht hat. Gott sei dank war das unsere letzte Campingnacht.
Der nächste sollte dann auch schon unser letzter Tag sein. Ziemlich früh haben wir uns auf den Weg nach Los Angeles gemacht, wo wir gegen Nachmittag angekommen sind. Wir sind dann dort den Hollywood Walk of Fame gelaufen und haben den Abend am Santa Monica Pier verbracht. Mit unsere Gruppe haben wir dann noch ein Abschluss essen gehabt. Die Tour war im Gesamten echt cool und ich würde es immer immer wieder machen. Das Hotel in dem wir untergebracht waren war echt richtig gut und ich würde sagen das beste Hostel, in dem ich bisher war.
Am nächsten morgen hat uns das Frühstück dann leider ein bisschen enttäuscht. Aber es war ja nur für zwei Nächte :-). Isabel, Julia und ich haben dann die anderen Sehenswürdigkeiten abgearbeitet. Neben Beverly Hills und den Lichtern beim Museum of Arts, haben wir uns natürlich die Wände angesehen und sind zum Hollywood sign gelaufen.
Am nächsten Tag haben wir spontan entschlossen uns ein Fahrrad zu mieten um vom Santa Monica Pier nach Venice zu fahren. Auf dem Weg haben wir natürlich einen Stop beim bekannten Skateboard park gemacht. Anschließend haben wir noch ein letztes mal in der Cheesecake Factory gegessen, bevor es für mich hieß Abschied nehmen, denn gegen Nachmittag hab ich mich dann auch schon auf den Weg zum Flughafen gemacht, der Reisemonat war für mich vorbei und für mich ging es für ein paar Tage zurück zu meiner Gastfamilie, bevor es endgültig nach Hause geht.
BTW: das Miami Video ist endlich online :-) einfach hier klicken!

Donnerstag, 21. Juni 2018

#78 Hawaii

.. und dann war es so weit, worauf jedes Au Pair hinarbeitet: das Reisen am Ende des Jahres.

Mit dem Schlafsack meines Gastmädchens im Gepäck haben Julia und ich uns auf eine 15 Stunden Reise nach Hawaii begeben. Um 7Uhr morgens ging unser erster Flieger nach San Francisco. Dort hatten wir dann einen 5 Stunden Layover (zum Glück hat uns die gute Laune die ganze Fahrt über nicht verlassen). Anschließend ging es von San Francisco dann nach Honolulu, Ohau :-) Da es von DC nach Hawaii noch einmal 6 Stunden Zeitverschiebung gibt, sind wir gegen späten Nachmittag in Honolulu gelandet. Wir waren allerdings nachdem wir endlich an unserem Hotel angekommen sind, mehr als kaputt und sind nur noch fix was essen, um danach direkt ins Bett zu gehen.
Am nächsten morgen hat uns der Jetlag begrüßt und wir waren beide schon gegen 5 Uhr wach. War allerdings nicht weiter schlimm, denn wir haben spontan entschieden, an diesem Tag den Diamond Head zu hiken. Meine Nachbarin hatte mir als Tipp gegeben das möglichst ganz früh am Morgen zu machen, da es auf dem ganzen Weg keinen Schatten gibt. Und somit mussten wir nichtmal extra dafür aufstehen :-). Wir haben uns dann gegen 8 Uhr auf den Weg gemacht und egal, wo wir hingeschaut haben, Hawaii hatte eine unglaublich schöne Natur! Da konnte man sich gar nicht dran satt sehen. Beim Diamond Head angekommen haben wir erst einmal unsere Wasserflaschen aufgefüllt, damit wir den Hike auch überstehen. Jetzt im Nachhinein bin ich auch echt froh, dass wir das gemacht haben, denn es war wirklich kein Spaß da hochzulaufen. Ein paar mal hat mich meine Kondition verlassen und wir mussten eine etwas längere Pause einlegen. Diamond Head war für mich definitiv der anstrengendste Hike von denen die wir auch Hawaii gemacht haben. Aber der Ausblick hat sich gelohnt! Zurück in Waikiki haben wir uns erstmal an den Strand gelegt, dazu waren wir ja auch schließen hier hingekommen - um zu entspannen. In Waikiki selbst ist der Strand leider sehr überfüllt, weil das genau die Touristengegend ist. Aber das hat uns nicht weiter gestört. Nachdem wir ordentlich Sonne getankt haben, sind wir noch bei einem Mexikaner gewesen und haben uns den Sonnenuntergang am Strand angeschaut.
Tag 2 in Honolulu war ähnlich aufgebaut wie Tag 1. Morgens sind wir wieder hiken gewesen, diesmal aber in einer Art Jungle, wo am Ende des Weges ein Wasserfall auf uns gewartet hat. Vor allem dort kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus, weil die Natur Hawaiis so wunderschön ist. Der weg war überwiegend durch Bäume mit Schatten bedeckt, sodass es weniger anstrengend war als am Tag davor. Außerdem war der Weg auf viel kürzer :-). Bei dem Wasserfall sind wir dann auch kurz schwimmen gewesen. Zurück in Waikiki haben wir dann wieder was gefuttert und uns anschließend wieder den Sonnenuntergang angesehen.
Für Tag 3 hatten wir uns spontan den Tag davor entschieden ein Auto zu mieten, damit wir mehr von der Insel sehen als nur Waikiki. Da Julia noch nicht über 21, haben wir nur mich als Fahrerin eintragen lassen. Zuerst sind wir nach Lanikai gefahren, denn auch dort gab es wieder einen Wanderweg, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Für Julia war das ein wirklich anstrengender Weg bis an die Spitze, ich hatte eigentlich gar keine Probleme, obwohl ich in Flip Flops unterwegs war (UUPSI). Runter war dann allerdings eher weniger lustig, da die Wege ziemlich steil waren. Aber auch das hat sich gelohnt :-). Anschließend sind wir dann noch an den Strand gegangen und ich muss sagen, dass war der schönste Strand, den ich je gesehen habe. Weißer Sand und strahlend blaues Wasser - sogar schöner als der Strand in Mexiko! Nachdem wir uns ein wenig im Wasser abgekühlt hatten, ging es mit dem Auto weiter Richtung North Shore, wo wir die Küste entlang gefahren sind und einen Stop an einem weiteren Strand gemacht haben. Eigentlich wollten wir uns auch die Schildkröten ansehen, die an einem bestimmten Strand liegen - nur leider waren keine da :( Als Alternative sind wir dann noch mitten über die Insel zu einem "Loch im Felsen" gefahren, wo, wenn die Wellen Stark genug sind, eine Art Springbrunnen entsteht. Dadurch, dass wir uns ein Auto gemietet haben, haben wir wirklich super viel der Insel sehen können und das war die Beste entscheiden, die wir getroffen haben. Pünktlich gegen 7 haben wir das Auto dann wieder abgegeben, haben etwas gegessen und uns (natürlich, wie jeden Abend) den Sonnenuntergang angeschaut. Leider muss ich sagen, dass wir den schönsten Sonnenuntergang am 1. Tag hatten und er danach immer "hässlicher" geworden ist, war aber dennoch schön!
Tag 4 war dann auch schon unser letzter ganzer Tag auf der Insel. Wir haben morgens früh im Hotel ausgecheckt und den Tag erstmal mit Shoppen gestartet. In Waikiki gibt es nämlich eine ziemlich große Einkaufsstraße. Das hat uns auch echt ziemlich viel Zeit "gekostet". Anschließend wir dann Eis essen gegangen und haben das berüchtigte Shave Ice probiert - war allerdings nicht so geil. Warum auch immer haben wir uns an dem Tag noch ziemlich angezickt und entschieden den rest des Abends jeweils alleine zu verbringen und uns am Flughafen dann wieder zu treffen. Ich hab den rest des Abends dann noch mit Brandon verbracht, der auf Hawaii wohnt.
Am Flughafen war dann mit Julia wieder alles in Ordnung und wir konnten dem Rest des Reisemonats mit Freude entgegen sehen. NEXT STOP: San Francisco.

Donnerstag, 14. Juni 2018

#77 Abschiedsessen

die letzte Woche war eine ziemlich emotionale Woche.

Donnerstag war noch eher ein ruhiger Tag. Ich hab mich mit Alicia zum Froyo essen getroffen und wir haben einfach ein bisschen gequatscht wie immer.

Am Freitag habe ich meinen Gastjungen das letzte mal zur Schule gebracht und aufgeholt, denn er hat jetzt Sommerferien. Das war schon irgendwie ein komisches Gefühl. Abends hat meine Gastfamilie ein kleines Abschiedsessen vorbereitet. Ja ich bin noch eine ganze Weile hier, allerdings kommt unser neues Au Pair auch schon wenn ich im Urlaub bin und deswegen wollten wir das vorher machen. Da war das geheule natürlich mehr als groß. Ich habe von meinen Gasteltern einen Schlüsselanhänger mit Fotos bekommen und einen Tischkalender ebenfalls mit Fotos. Die Geschenke waren wirklich perfekt und ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.

Am Samstag wollten wir eigentlich zum Virginia Beach gefahren sein, allerdings sollte das Wetter nicht so gut werden und wir alle hatten auch irgendwie nicht so große Lust, deswegen haben wir das gecancelt. Ich war dann stattdessen morgens mit meiner Gastfamilie am Pool, was wirklich gut getan hat - nochmal ein bisschen Zeit mit ihnen zu verbringen, jetzt wo ich super viel um die Ohren habe mit Zimmer leer räumen, Koffer packen, etc. Am Abend waren wir dann zu eine Art Abschieds-/Willkommens-Essen-Mädelsabend bei Julia eingeladen. Ihr neues Au Pair ist nämlich seit Donnerstag da und so haben wir sie auch gleich mal kennen gelernt. Leider müssen wir bei Julia immer um 10 das Haus verlassen. Alicia und ich haben dann noch spontan entschieden zu Dave & Busters zu fahren, da ich noch ziemlich viele Punkte auf meiner Karte hatte, die ich alle noch irgendwie loswerden musste. Als kleinen Preis gab es dann für mich ein Schnapsglas - was auch immer ich damit anfangen werde. 
Sonntag habe ich erstmal richtig ausgeschlafen, mich für ein paar Unis beworben und endlich angefangen mein Zimmer aufzuräumen und meine Koffer zu packen - ich habe wirklich viel mehr Scheiß als ich gedacht habe und bin mir ziemlich sicher, dass es mehr als 23 Kilo sein werden - MIST! Da muss ich mir dann wohl noch was einfallen lassen. Ich werd jetzt jeden Tag ein bisschen machen, damit nicht alles auf einmal in Stress ausartet. Sein Zimmer nach einem Jahr auszuräumen ist ein super komisches Gefühl, zum einen weil es plötzlich alles so leer ist und es einen zurück an den Anfang versetzt und zum anderen, weil man damit wirklich langsam realisiert "jetzt ist es vorbei". Traurig, aber wahr. Abends war ich ziemlich überrascht als ich eine Nachricht von meiner Gastmutter bekommen habe, ob wir beide - nur Sie und ich - zum Dinner ausgehen wollen. Ich habe mich riesig gefreut, das haben wir schon ewig nicht mehr gemacht und es war auch irgendwie nochmal schön ein bisschen mit ihr zu quatschen.

Montag fing dann meine letzte Arbeitswoche an. Ich habe in dieser Woche meinen Gastjungen jeden Tag, und versuche jeden Tag was anderes "cooles" mit ihm zu machen. Montag hat es leider geregnet, weshalb wir nur zum Spielplatz in der Mall gefahren sind. Am Abend war Alicia noch da und hat geholfen mein Zimmer weiter auf- und auszuräumen.
Am Dienstag haben wir uns mit unseren Jungs vormittags an einem Spielplatz mit See getroffen, das war wirklich cool und hat die Kids so richtig ausgepowert. Außerdem habe ich endlich mal wieder an meinem Scrapbook gearbeitet, ich will versuchen wenigstens noch den Roadtrip fertig zu kriegen bevor ich nach Hause fliege, aber im Moment fehlt mir einfach die Motivation - auch mit den Videos hänge ich ja noch ziemlich hinterher.

Am Mittwoch waren wir beim Gravelly Point Park um uns die Flugzeuge anzusehen. Das fand mein Kleiner auch ganz cool. Leider ist das keine Beschäftigung für den ganzen Tag, sodass wir nach ca. 1 Stunde wieder nach Hause gefahren sind. Abends ware wir - natürlich - Froyo essen und anschließend noch in einem Escape Room, weil es beim letzten mal so gut gewesen ist. Und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht und hatten ziemlich viel Spaß!
Man merkt immer mehr, wie nah das Ende plötzlich rückt. Aber jetzt geht es erst einmal nach HAWAII!!

Samstag, 9. Juni 2018

#11. Monatsupdate

To Do
Ich hätte nicht gedacht, dass man so viel Kram zu tu hat, wenn das Jahr zuende geht. Zuerst einmal habe ich endlich meine Packe nach Hause geschickt. Außerdem Ich habe die Abschiedsgeschenke für meine Gastkinder fertig gemacht und mir eine Handykarte besorgt, da ich mein Arbeitshandy ja an das neue Au Pair abgeben muss. Im nächsten Monat steht dann wohl das Zimmer ausräumen auf dem Plan.

Gastfamilie
Alles wie immer, ich verstehe mich nach wie vor sehr gut mit meiner Gastfamilie. Bei meinem Gastmädchen ist mir diesen Monat besonders aufgefallen, dass sie super anhänglich ist. Sie sagt auch des Häuferen, dass Sie nicht will, dass ich gehe, was mich manchmal ziemlich traurig macht, denn ich bin definitiv alles andere als bereit zu gehen. Ich genieße im Moment richtig die Zeit mit meinen Gastkindern zu verbringen und bin weniger genervt als vor ein paar Monaten noch. Allerdings merk ich auch, dass ich einfach keine Lust mehr auf den Job habe.

Gefühlslage
Es ist mal wieder eine Achterbahn der Gefühle, je näher der Abschied rückt, desto schlimmer wird es. In der einen Sekunde freut man sich total nach Hause zu kommen, dass kann sich aber auf die andere Sekunde schlagartig ändern und dann bin ich einfach super traurig, dass es fast vorbei ist. Meine Tage sind von Up's and Down's geplagt. Diesen Monat habe ich auch richtig gemerkt, dass ich es bereue, dass ich mein Jahr hier nicht verlängere. Auch wenn ich mit dem Job durch bin, für mein Leben hier würde ich das auch noch länger durchziehen, dass ist nämlich wirklich ein Traum.

Sprache
So langsam glaube ich sowohl mein Deutsch als auch mein Englisch ist super schlecht geworden. Mit meinen Freundinnen hier sprechen wir immer ein Misch Masch aus beiden, was uns allen mit der Sprache natürlich wenig hilft. Aber solange ich mich verständigen kann ist ja alles gut, ob es sich wirklich am Ende verbessert hat kann mir wohl nur Jessica sagen, die ja weiß wie schlecht mein Englisch zu beginn meines Jahres war. Also Jessi macht dich auf was gefasst.

Sparen
Sparen klappt so überhaupt gar nicht mehr :-D Ich will immer noch gerne so viel machen, fahre viel mehr Auto als zuvor und dann kamen auch noch diese ganzen "größeren" Sachen die erledigt werden mussten, Packete schicken, Handykarte, Tanken, .. alles nicht so günstig, weshalb die letzten drei vier Wochen jeweils mein ganzes Gehalt ausgegeben wurde .. Ups!

Reisen
Diesen Monat bin ich mit Julia nach Chicago geflogen. Wieder das gleiche Spiel wie mit Miami, Samstags ganz früh hingeflogen, Sonntags ganz spät zurück geflogen. Auf Chicago habe ich mich mein ganzes Jahr über gefreut und ich würde noch einmal hinfliegen, wenn ich die Zeit dazu hätte - vielleicht bei meinem nächsten Besuch in den Staaten. Sonst habe ich diesen Monat keine anderen Reisen gemacht, ich hab allerdings auch keine Lust mehr auf Wochenendtrips, ich bin froh wenn es im nächsten Monat endlich nach Hawaii an den Strand geht. 

Ereignisse
Angefangen hat dieser Monat mit einem Besuch von Alexa. Eigentlich wollte Sie schon vorher gekommen sein, aber an dem übersprünglichen Wochenende hat es leider nur geregnet, deswegen haben wir das ganze Verschoben. Wir hatten den Samstag auch echt gutes Wetter und haben ein komplettes DC Sightseeing gemacht. Ich denke das wird mein letztes mal Sightseeing in DC gewesen sein, da es immer viel zu Aufwendig ist nur für ein paar Stunden nach DC reinzufahren und einen ganzen Tag kann ich mir dafür nicht mehr nehmen. Das Wochenende war auf jeden Fall super schön und ich hab mich gefreut sie wieder zu sehen. Außerdem waren wir diesen Monat zwei mal Rollerskaten, das war suuuuper cool und gehört ja auch irgendwie zu Amerika dazu, leider gibt es kein Auto Kino in der nähe - das hätte ich sonst auch noch gerne gemacht. Das darauffolgende Wochenende war ich bei meinem ersten Baseballspiel der Washington Nationals - ich habe noch nie einen so langweiligen Sport gesehen :D Deswegen haben wir das Stadion auch frühzeitig verlassen haha :D. Jetzt würde mir nur noch ein Eishockeyspiel der Caps fehlen, aber auch das schaffe ich leider nicht, allerdings interessiert mich Eishockey jetzt auch nicht soo. Dann waren wir noch in einem Escape Room, das hat auch sehr viel Spaß gemacht, vielleicht werden wir das in der nächsten Woche auch nochmal machen, wenn die Zeit das zulässt. Der war auf jeden Fall viel besser als den den ich mal in Deutschland gemacht habe. Abgeschlossen habe ich diesen Monat mit einem kleinen Hike zu einen Spot, bei dem man einen super schönen Sonnenuntergang sehen kann. Der war so ca. 1 Stunde Autofahrt entfernt aber hat sich mehr als gelohnt!

Kontakt nach Deutschland
Ich glaube so schlecht wie in diesem Monat war mein Kontakt nach Deutschland noch nie. Sorry dafür. Das wird auch denke ich erstmal so bleiben, denn wenn ich erstmal im Urlaub bin hat man ja sowieso immer weniger Kontakt, weil man viel unterwegs ist. 


Donnerstag, 7. Juni 2018

#76 Gewitter

.. die letzte Woche war von Gewittern geplagt. Fast jeden zweiten Abend hat es gewittert und regnet wie aus Eimern.

Alicia hat mich dann am Donnerstag besucht, weil an raus gehen gar nicht zu denken war und sie war Feuer und Flamme schon einmal meinen Koffer probe zu packen - gesagt, getan. Ich glaube ich hab hier noch viel mehr Zeug rumliegen als ich denke. Da werde ich beim richtigen Packen noch große Augen machen. - Aber zur Not schicke ich eben noch ein Packet.

Freitag hat es erst spät angefangen zu Regnen, deswegen sind wir noch Georgetown an die Waterfront gefahren und haben es endlich zu einem "Welcome to Washington DC" - Schild geschafft. So nach fast 11 Monaten sollte man das schonmal gesehen haben.

Samstags haben wir alle ausgeschlafen und uns verspätet zum Brunchen (eher Mittag) beim IHop getroffen, damit der Samstag nicht ganz ins Wasser fällt. Spontan haben wir uns dann noch entschieden ins Kino zu gehen. Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Spaß es hier macht in Kino zu gehen, einfach weil die Sitze auch super bequem sind und die Atmosphäre so eine ganz andere ist. Und was soll man auch anderes machen, wenn es den ganzen Tag regnet? 
Auch am Sonntag hat es nicht aufgehört zu regnen, also habe ich den ganzen Tag zu Hause (mehr oder weniger mit meiner Gastfamilie) verbracht. Ich hab noch einige Sachen organisiert und geputzt, damit ich das am nächsten Tag nicht machen brauche. 

Montags begann dann die letzte Schulwoche von meinem Gastjungem, bevor er Sommerferien hat. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Ausnahmsweise war das Wetter super schön und deshalb haben Alicia und ich spontan beschlossen zu einem Hiking Spot zu fahren, von dem man einen super schönen Sonnenuntergang sehen kann. Auch wenn dieser mehr als eine Stunde Autofahrt entfernt ist, hat es sich definitiv gelohnt dorthin zu fahren - ich denke das war auch nicht das letzte Mal, dass wir dort waren. Nur das nächste mal nehmen wir was zu Essen und Trinken mit, dort kann man nämlich super picnicen.

Dienstag hatten wir wieder ein Frühstücksclustermeeting. Was auch denke ich mein letztes gewesen sein wird. Deshalb musste ich eine kleine Rede halten und erzählen, was mir das Jahr gebracht hat. Leider konnte Alicia nicht dabei sein, da sie ein Termin mit ihrem kleinen hatte, das war ein bisschen Schade, aber immerhin habe ich dann nicht geheult :-). Abends war ich dann noch mit Alicia in der Cheesecake Factory, weil wir beide nicht zu Hause rumgammeln wollten :-D
Mittwoch war eigentlich ein super entspannter Tag, mein Gastjunge hat erstmal noch ein zweiten Nap gemacht, nachdem ich ihn von der Schule geholt habe und ich war auch relativ früh off, weil ich deutsch gekocht habe :-). Alicia und ich sind dann noch spontan Froyo essen und sie hat mir noch bei den Abschiedsgeschenken für meine Kiddies geholfen.

By the way, ich habe mich diese Woche außerdem noch an den NYC Vlog gesetzt: